Der Beruf des Taxi- und Mietwagenfahrers gehört aufgrund seiner langen Arbeitszeit, aber auch wegen der mit dem ständig steigenden Individualverkehr in den Großstädten zwangsläufig verbundenen Hektik sicherlich zu einem der anstrengendsten Berufe der heutigen Zeit. Leider gehört er auch zu einem der gefährlichsten, Raubüberfälle auf Taxifahrerinnen und Taxifahrer gehören weiterhin zur Tagesordnung.
Auch 2007 wurden wieder eine Kollegin und ein Kollege von Verbrecherhand getötet, 460 wurden verletzt. 2006 waren 419 Verletzte und ein Toter zu beklagen.
Eine Entwarnung bei der Sicherheitslage wäre also blauäugig: Seit 1985 wurden 80 Taxifahrer und Taxifahrerinnen ermordet und über 8.100 bei Überfällen und Tätlichkeiten verletzt.
Einen wesentlichen Fortschritt in der Sicherheit versprechen insbesondere moderne Ortungsalarme, die den herkömmlichen, „lauten" Taxialarm ablösen bzw. sinnvoll ergänzen können. Die Aktivitäten des Bundesverbandes reichen neben der Unterstützung eines Taxi-Notrufprojektes in Baden-Württemberg in den 90er Jahren über die Beantragung einer bundeseinheitlichen Betriebsfunk-Notruffrequenz bis hin zur beratenden Begleitung bei der Entwicklung und Einführung von Ortungsalarmen über GPS (Global Positioning System). Die bundeseinheitliche Notruffrequenz 147,87 MHz wurde im Spätsommer 1998 zugeteilt. Inzwischen wurden die ersten Notrufe auf Betriebsfunkbasis auf dieser Frequenz eingerichtet. Der Nachteil dieser recht preiswerten Systeme ist, dass eine flächendeckende Versorgung über das Bundesgebiet auch längerfristig nicht gewährleistet werden kann. Gleichwohl stellen sie eine sehr sinnvolle Ergänzung des konventionellen Alarmsystems dar.
Neuen Auftrieb dürften die nach Ansicht des BZP optimalen, flächendeckend funktionierenden Ortungssysteme durch den gegenwärtigen Trend zu vollautomatischen Vermittlungszentralen auf GPS-Ortungs-Basis mit GPRS-Funkübertragung bekommen. Durch den nicht nur bundesweit, sondern auch länderübergreifend funktionierenden GPRS-Datenfunk-Standard in den Mobilfunknetzen steht ein flächendeckendes Medium für zeitgemäße Alarmsysteme zur Verfügung, die bei entsprechender Zentralenausrüstung mit relativ geringem Aufwand und vertretbaren Kosten installiert werden können.
Der BZP wird auch künftig mit seinen Ausschüssen jeder neuen Idee zur Verbesserung der Sicherheitslage aufgeschlossen gegenüberstehen und tatkräftig an der Verbesserung der Sicherheitslage arbeiten. Es gibt also gute Ansätze, andererseits ist niemand so vermessen zu glauben, dass es einen absoluten Schutz geben kann und wird. Überfälle werden leider auch in der Zukunft nicht zu verhindern sein, deren Zahl zu verringern ist aber eine lösbare Herausforderung.
Im Jahr 2006 gelang es, auf den Konten der Taxistiftung über 27.000 € aus Spenden und betrieblichen Geldbußen gutzuschreiben. Für satzungsgemäße Zwecke, also die Betreuung von Taxifahrerinnen und -fahrern sowie deren Familienangehörige durch Gewährung von Geldleistungen wurden 2006 in 11 Fällen insgesamt 60.500,00 € als Unterstützungsgelder ausgegeben. Insgesamt leistete die Taxistiftung bis Ende 2006 in den fünfzehn Jahren ihres bisherigen Bestehens 426.150,00 € an Hilfszuwendungen.
So spendete Volkswagen anlässlich der Europäischen Taximesse in Köln 3.169,40 €, Audi sammelte aus dem Verkauf von Modellfahrzeugen 2.925 €, die Firmen TAXI-RENT 2000 spendete in Köln 1.040 € und die Firmen CreaCar/Taxi-AD 343,48 €. Mercedes brachte gar 4.293 € zusammen, die allerdings erst in 2007 gutgeschrieben wurden und daher das Jahresergebnis nicht beeinflusst haben. Auch am BZP-Stand wurde gesammelt, hier kamen immerhin 615,27 € zusammen. Besonders erwähnenswert sind von Seiten der Industriespenden in 2006 noch 1.000 € von der Grazer Firma fms Datenfunk GmbH und insgesamt 2.000 € von der Firma Springer Transport Media GmbH.
Die Kollegen von der Taxi Auto Zentrale Stuttgart überwiesen insgesamt 3.410,20 €, die Taxi Nürnberg e.G. schickte 1.200 €. Die Bielefelder Funk-Taxi-Zentrale spendete 730 €, die Kollegen der Passauer Taxizentrale 275 €. Natürlich gingen auch wieder zahlreiche Einzel- und Dauerspenden von Unternehmen ein. Stellvertretend für Viele sei hier der Düsseldorfer Taxiunternehmer Rudolf Kämpf mit einer Einzelspende von 350 € genannt.
Mehr Informationen unter:
Taxi Stiftung